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Herausgeberrat


Frau Dr. Mirjana Lazarova Trajkovska den mazedonischen Lesern näher vorstellen zu wollen hieße Eulen nach Athen tragen, da sie als Wissenschaftlerin und ehemalige Vorsitzende der Wahlkommission dort seit Jahren bestens als engagierte und couragierte Kämpferin für einen demokratischen Rechtsstaat und den europäischen Gedanken bekannt ist. Durch ihre Tätigkeit als mazedonische Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ist sie auch ausländischen Juristen ein Begriff. Die Redaktion der EP ist Dr. Mirjana Lazorova Trajkovska gleich mehrfach verpflichtet. Zum einen hat sie dankenswerterweise bei der offiziellen Vorstellung der Zeitschrift in Mazedonien (die gemeinsam mit der Vorstellung der von der IRZ in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ausgearbeiteten mazedonischen Übersetzung des Zulässigkeitsleitfadens für Beschwerden zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erfolgte) den Festvortrag gehalten. Zum anderen ist es im Wesentlichen ihrem Engagement zu verdanken, dass zu den Mitgliedern des Herausgeberrates der EP auch ein weiterer amtierender Richter am EGMR gehört.Die Rede ist von Herrn Prof. Dr. Dragoljub Popović.
Prof. Dr. Dragoljub Popović gehört seit Januar 2005 dem Straßburger Gericht an. Zu seinen vorherigen beruflichen Stationen gehörten unter anderem die Tätigkeit eines Professors für Verfassungsrecht, Rechts-und Verfassungsgeschichte sowie Rechtsvergleichung, aber auch Stationen als Unternehmensjurist, Rechtsanwalt und als Botschafter in der Schweiz. Auch wirkte er an der Ausarbeitung verschiedener Verfassungsentwürfe mit und ist Autor vieler juristischer Fachveröffentlichungen insbesondere zum Verfassungsrecht, aber auch von zwei Romanen.
Prof. Dr. Udo Steiner hat zu dieser Zeitschrift schon durch einen Beitrag zum Kooperationsverhältnis von Bundesverfassungsgericht und Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte in der Pilotausgabe der EP beigetragen. Von 1995-2007 war er Richter am Bundesverfassungsgericht. Seine Laufbahn als Universitätsprofessor für Öffentliches Recht führte ihn an die Universitäten Erlangen, Tübingen, Bielefeld und Regensburg, wo er heute noch lehrt. Darüber hinaus ist er seit dem Jahr 2008 Ombudsmann der Deutschen Bahn AG für die Opfer und Hinterbliebenen von Eisenbahnunfällen. Vielen Verfassungsrichter der Region ist Professor Steiner aufgrund seiner zahlreichen Einsätze im Rahmen der Unterstützung der Verfassungsgerichtsbarkeit in Südosteuropa durch die IRZ ein Begriff.
Herr Ministerialdirigent a.D. Dr. Jens Meyer Ladewig, das nächste Mitglied des Herausgeberrates, dass wir hier vorstellen möchten, kennt die Arbeit des Gerichtshofes für Menschenrechte als langjähriger Beauftragter für Menschenrechtsfragen im deutschen Bundesjustizministerium. Außerdem hat er sich einen Namen als Kommentator der europäischen Menschenrechtskonvention, aber auch zu anderen, für die soziale Gerechtigkeit wichtigen Gesetzen wie dem deutschen Sozialgerichtsgesetz gemacht. Darüber hinaus ist er der IRZ als langjährige Experte verbunden.
Weiteres mazedonisches Mitglied im Herausgeberrat ist Prof Dr. Toni Deskoski, Professor für Internationales Privatrecht und Internationale Schiedsgerichtsbarkeit an der Juristischen Fakultät „Iustian der Erste” in Skopje. Er war Mitglied mehrerer Expertenkommissionen für die Ausarbeitung von Gesetzen zum Internationalen Privatrecht und zu internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und Vertreter Mazedoniens vor dem Internationalen Court of Justice.
Aus dem jüngsten Mitgliedstaat der Europäischen Union stammt Prof. Dr. Tamara Ćapeta, nämlich aus Kroatien. Dort hat sie schon sehr früh die europäische Perspektive ihres Heimatlandes erkannt und über das Thema „Europäische Gerichte - Nationale Richter als Richter der Europäischen Union” promoviert. Zu ihren wissenschaftlichen Stationen gehören das College of Europe in Brügge, wo sie einen Mastergrad erwarb, sowie ein Fulbright-Stipendium an der Michigan University of Law. Zu den Stationen ihrer beruflichen Laufbahn gehören Tätigkeiten am Institut für internationale Beziehungen (1994–1997) und im Außenministerium der Republik Kroatien (1992–1994). Heute ist sie Inhaberin eines Jean Monnet Lehrstuhls an der Juristischen Fakultät der Universität Zagreb.
Auch das nächste Mitglied des Herausgeberrates hat das europäische Recht bereits während seiner Studienzeit zum Hauptgegenstand seines Interesses gemacht, obwohl sein Heimatland noch eine erhebliche Strecke auf dem Weg zur Europäischen Union zurücklegen muss: Doc. Dr. Zlatan Meškić studierte u.a. und Wien, wo er auch mit einer Arbeit zum Thema „Europäisches Verbraucherrecht unter besonderer Berücksichtigung des Grünbuchs 2007” zum Dr. jur. promovierte. Er ist Vizedekan für Forschung an der Juristischen Fakultät in Zenica und ständiges Redaktionsmitglied der in Sarajevo erscheinenden „Nova pravna revija – Časopis za domaće, njemačko i evropsko pravo” (Neue Juristische Umschau-Zeitschrift für einheimisches, deutsches und europäisches Recht, kurz NPR), die ebenfalls in Zusammenarbeit mit der IRZ herausgegeben wird.
Doc. Dr. Nenad Gavrilović ist an der Juristischen Fakultät „Iustian der Erste” in Skopje Dozent für Bürgerliches Recht und geistiges Eigentum. Außerdem ist er Experte der mazedonischen Verbraucherschutzorganisation. In seiner Eigenschaft als Mitglied der Expertengruppe zur Vorbereitung der Änderungen im mazedonischen Schuldrecht ist er mit den praktischen Auswirkungen des Europarechts auf das nationale Recht derjenigen Staaten, die noch nicht Mitglied der EU sind,befasst.
Der Rechtsanwalt Dr. Darko Samardžić, der letzte hier vorzustellen Mitglied des Herausgeberrates, ist zusammen mit Doc. Dr. Zlatan Meškić Autor eines umfangreichen Lehrbuches zum Europarecht. Samardžić hat zum Thema „Das Parteienrecht Serbiens und Montenegro: Eine Untersuchung mit rechtsvergleichenden Blick auf Deutschland und die Europäische Union“ promoviert und an der Juristischen Fakultät Zenica einen Lehrauftrag für Europarecht.